NTH ASCENSION - Ascension of Kings


In der Tradition von Neo-Prog Bands aus United Kingdom kommt der Zweitling der Blackpooler NTH Ascension. „Ascension of Kings“ betitelt, verschmelzen die Progster klassisch keyboard-orientierten Neo-Prog der Marke Pallas, Grey Lady Down oder aber auch Marillion mit teils intensiven Hard-Rock Gitarren.

Das Markanteste an NTH Ascension ist sicherlich die Stimme von Alan „Spud“ Taylor, der manchmal wie Alex Toonen (For Absent Friends) und Les Dougan (Aragon) klingt, dann aber auch Züge von Bob Catley (Magnum) oder Gil Moore (Triumph) aufweist.  

Der Opener „Fourth Kingdom“ beinhaltet dann auch gleich die genannten Hard Rock Riffs, so daß NTH Ascension hier noch eher wie eine progressive Hard Rock Band klingen. Alan Taylor besitzt dieses typisch melancholische Timbre in seiner Stimme, welches oft im Gegensatz zu den poistiven, lichtdurchfluteten Keyboard-Passagen steht.  

Die Schönheit der Melodien, die Harmonien und das auf den Punkt ausbalancierte Songwriting legen einem fast in jedem Song eine wohlige Gänsehaut auf und man fühlt sich durch die typisch neo-progigen Klangdimensionen beschwingt und beseelt. Dabei übertreibt man es zu keiner Zeit mit überbordendem Sound-Schwulst, sondern setzt die Instrumente immer songdienlich ein.  

Herzstücke des Albums sind das dreiteilige Clanaan und der 18-minütige Abschlußsong „Vision“.  

Clanaan überzeugt mit den beiden wunderschönen Intstumental-Parts  „Overture (Clanaan Pt.1)“ und „Seventh Rider (Clanaan Pt.3)“, welche die Ohren dermaßen streicheln, daß es eine wahre Pracht ist. Mittendrin der eigentliche Song „Realm with A Soul (Clanaan Pt. 2)“. Alles zusammen ergibt einen hervorragenden Neo-Prog Song der Extraklasse, wie man ihn auch von Truppen wie Pendragon oder Arena nicht besser zu hören bekommt.

Dagegen wirkt „Vision“ leider zu langatmig und mit 18 Minuten definitv zu lang. Zwar besitzt der Song einige gute Passagen, aber im Endeffekt geht der Band letztendlich der letzte Schliff flöten, um mit großen Longtracks des Neo-Prog Bereichs mithalten zu können. Vom Sound her ist der Song ja nicht schlecht, aber in einigen Passagen passiert einfach zu wenig, als das der Song von vorne bis hinten fesseln könnte.

OK, an Longtracks muß man also noch arbeiten, aber ansonsten haben wir es bei NTH Ascension mit einer tollen Band zu tun, die den klassischen Neo-Prog der End-80er/Anfang 90er Jahre wieder aufleben lässt. Herrlich, daß es nach wie vor Bands gibt, die in diese Musikrichtung gehen und nicht auf Teufel komm raus verkopft klingen zu müssen.

NTH Ascension sollte man unbedingt Gehör schenken, als Fan von Pendragon, Arena, Marillion und Co. Das Album weiß auf ganzer Linie zu überzeugen und wird die angesprochene Zielgruppe sicherlich nicht enttäuschen. 


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