ORIGIN - Unparalleled Universe


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10


Tracklist:

  • Infinitesimal to the Infinite
  • Accident and Error
  • Cascading Failures
  • Mithridatic
  • Truthslayer
  • Invariance Under Transformation
  • Dajjal
  • Burden of Prescience
  • Unequivocal
  • Revolucion (Brujeria Cover)


VÖ: 30.06.2017

Label: Agonia Records

Seit 20 Jahren schon sind die Amis Origin bekannt für brutalen, technischen Death Metal. In dieser Zeit verzückten die Brutalos ihre Fans mit 6 Alben und 1 EP.  Zuletzt 2014 mit „Omnipresent“. Nun wird’s also Zeit für einen neuen Rundumschlag, und dieser liegt in Form von „Unparalleled Universe“ jetzt vor. 

Nach etlichen Line Up Wechseln während der Jahre scheint Gründungsmitglied Paul Ryan (guit.) nun endlich etwas Konstanz hinein zu bringen. Denn erneut hat Jason Keyser das Album eingebrüllt und John Longstreth die Drums übernommen. Die Band selbst spricht von einigen Überraschungen im Sound von Origin beim neuen Album. Ich kann diese allerdings nur in Nuancen erkennen, denn das Hauptaugenmerk liegt wie gehabt auf Brutalität, Aggression und Zertrümmern. Dies allerdings technisch ausgezeichnet und mit Stil.

40 Minuten dauert der Abriss, davon ist sicherlich der fast 10 minütige Longtrack „Unequivocal“ herauszuheben, der logischerweise auch der abwechslungsreichste ist. Vorher dauert es bis zu Song Nummer 4 („Mithridatic“), bis einmal vom Gas gegangen und so etwas wie Heaviness eingerifft wird. Die ersten drei Songs dreschen dermaßen mit Dauer-Trigger ins Gebälk, daß kein Gras mehr wächst. Die technische Versiertheit, welche gerade die Saitenfraktion unbestritten besitzt, kommt hier oberflächlich gesehen nicht so recht zur Geltung. Hört man sich diese Songs intensiver an, was bei dem Geballer für den ein oder anderen vielleicht nicht so ganz einfach ist, entfalten sich schon einzelne technische Feinheiten im Sound.

„Invariance Under Transformation“ ist dann so ein weiteres Stück, welches etwas vom Weg abweicht. Äußerst schwer, druckvoll, ja fast doomig holzen Origin auch mal etwas langsamer den Metal-Wald ab. Starker Song, der auch zeigt, daß Jason Keyser neben seinem Growl/Gekreische auch etwas Seele in den Gesang einbringen kann. Von Melodik sind wir aber weiterhin meilenweit entfernt. Dennoch eine tolle Nummer, die einen auch mal etwas durchatmen lässt.

Ansonsten sind’s der Kompromisse wenig. Es herrscht schneller Tech-Death amerikanischer Art und im Endeffekt bekommen die Fans genau das, was sie von Origin auch erwarten. „Unparalleled Universe“ ist kein Schritt zurück, sondern ein kleiner nach vorne, was schemenhafte Änderungen im Sound betrifft, das Artwork ist hübsch anzusehen und die Produktion nicht zu klinisch. Rundum ein feines Death-Metal Paket, welches uns die Amis mal wieder schnüren. Zartbesaitete sollten selbstredend vorsichtig sein.

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