PANTOMMIND - Searching For Eternity

Die Metalszene in Osteuropa ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Egal ob Russland, Slowenien, Ukraine oder Rumänien. Überall schießen Bands wie Pilze aus der Erde. So auch Pantommind aus Bulgarien, die sich 1995 gegründet, 10 Jahre später ihr erstes  und nun ihr drittes Album „Searching for eternity“ auf den Markt geschmissen haben. Pantommind spielen Progressive Metal, wobei der Härtegrad überschaubar ist und sich irgendwo zwischen  Porcupine Tree und Transatlantic bewegt ohne allerdings deren meist epischen Ausmaße zu erreichen.

Stattdessen gehen Pantommind eher kompakt und gradliniger vor, was sich auch in der Songlänge (zwischen vier und fast acht Minuten) wiederspiegelt. Auf ellenlange, oftmals nervige Soloeskapaden wird weitestgehend verzichtet. Die progressiven Elemente zeigen sich eher im Arrangement und der Songstruktur als im unnötigen Gefrickel. Wie bei Prog-Bands üblich, wird viel Wert auf eine fehlerlose Performance gelegt, weshalb die Musiker auch alle spieltechnisch ein hohes bis sehr hohes Niveau an den Tag legen. Bemerkenswert ist auch, dass Sänger Tony Ivan eine sehr gute Stimme hat, nicht so piepsig oder ausdruckslos wie bei vielen Genrekollegen üblich, sondern kraftvoll, charismatisch und in „normaler“ Tonlage (also nicht zu hoch und nicht zu tief).

Abwechslung gibt es auch genug, egal ob schnellere Songs („Not for me“, „Walk on“, „Angel“), Midtempo-Songs („Moon horizon“, „Down to the end“, „Searching for eternity“) oder  Balladen („Lost lullaby“, „Heart“), hier ist für jeden genug Auswahl vorhanden.

Auch auf ihrem dritten Longplayer überzeugen Pantommind von vorne bis hinten und stellen mehr als nur eine Alternative zu den etablierten Bands dar. Starke Kompositionen, die in jeder Sekunde überzeugen können gepaart mit guten Texten und exzellenter musikalischer Umsetzung ergeben zusammen ein bockstarkes Album, das das Zeug hat, zu einem kleinen Juwel zu werden. Wer gute Musik liebt, wir auch dieses Album zu schätzen wissen. Und wie bei gutem Wein sollte man auch „Searching for eternity“ genug Zeit und Muße zum Reifen geben. Es lohnt sich.


Bewertung:

Kommentare: