PLANETHARD - Now

 

In der Musikwelt gibt es die folgende ungeschriebene Regel zum Bewerten einer Band und Vorhersehen ihres möglichen Erfolgs: Beim ersten Album gilt noch der Debütantenbonus, beim zweiten sollte eine Steigerung erkennbar sein und beim dritten sollte die Band ihr ganzes Potential  abrufen können. Nun legten die italienischen Hardrocker Planethard 2012 ihren dritten Longplayer „Now“ vor.

Und das Album beginnt mit „Play Harder“  schon mal sehr vielversprechend. Davide Merletto und Co legen von der ersten Sekunde an voll los und riffen sich mit ansprechender Melodie durch den Song. So muss ein Opener klingen.

Mit „The One“ geht es gleich munter weiter. Guter moderner Hardrock mit Mitsingrefrain und einprägsamer Melodie.

Doch leider hält der gute Anfang nicht das, was er verspricht. Denn schon der dritte Track „Awake“ fällt gegenüber seinen Vorläufern deutlich ab und mit Ausnahme der Ballade „Neverending superstar“, die in etwa das Niveau der ersten beiden Titel hat, plätschert „Now“ recht belanglos und austauschbar an einem vorbei und man hat den Eindruck, als ob Planethard ihr Pulver nach den ersten paar Songs schon verschossen haben.  

Ok, spieltechnisch ist alles in Ordnung, aber kompositorisch gibt es noch einiges zu verbessern in der Hinsicht, dass einem die Songs auch im Gedächtnis bleiben. Denn wenn man die Titel „blind“ hören müsste, könnte man zwar die Band, nicht jedoch das zugehörige Album benennen.  

Ein bisschen mehr Einprägsamkeit hätte „Now“ sicher nicht geschadet. So ist es nur ein durchschnittliches Album einer zwar spieltechnisch guten aber trotzdem nur durchschnittlichen Band.

 

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