POWER THEORY - Driven By Fear

„Driven By Fear“ ist das dritte Album der US Power/Heavy Metal Band Power Theory aus Pennsylvania. Zumindest das letzte, vor drei Jahren erschienene Album „An Axe To Grind“ erhielt recht positive Kritiken. Vom Debut entzieht sich dies leider meiner Kenntnis.

Und nicht nur in der Theorie wird Power bei den Amis großgeschrieben. Das vom Accept-Bassisten Peter Baltes produzierte Album sprüht aus allen Poren vor Spielwitz und glänzt mit purem Metall.

Daß ein Peter Baltes, oder respektive Accept, auf solch einem Album abfärben kann, ist nur allzu logisch. So sind diverse Accept Vibes im Opener „Spinstress“ bereits unverkennbar zu vernehmen. Auch der neue Sänger, Jeff Rose, macht ein bisschen auf den Dierkschneider hier. Musikalisch liegt man irgendwo zwischen Accept und Iron Maiden. Letzteres vor allem durch die dominierenden Basslinien, die einem Steve Harris gefallen würden. Ein mehrstimmiger Refrain und ein gutes Gitarrensolo runden einen gelungenen Einstand ab.

Und die starken Basseinlagen gehen munter weiter, so daß Maiden immer wieder durchscheinen. Sei es beim folgenden „Long Hard Road“ oder bei „Beyond Tomorrow/After the Fall“. Galoppierende Rhythmen am Anfang oder während der Songs erinnern stark an die eisernen Jungfrauen.  

Doch Power Theory können mehr. So glänzt der Titelsong „Driven By Fear“ nach sphärischem Beginn und Elfengesang mit flotten Riffs, Gesang der Accept-artiges mit High Pitched Screams vermischt und einem Break mit akkustisch Instrumentiertem und melodisch cleanem Vocal Part.  

Teilweise riffen sich Power Theory gar in Thrash Gefilde und hier und da erwischt man sich dabei, an Overkill zu denken, auch weil Jeff Rose in manchen Phasen etwas nach Blitz Ellsworth klingt („Truth Shall Set You Free“, „Don't Think Twice“). Aber überhart wird es nicht, geschickt nimmt man durch melodische Einlagen den Fuß von der Härte. So bleibt ein Song wie „Dark Eagle“, der zwar etwas düsterer und Saxon-lastig rüberkommt durch Midtempo-Riffs und leicht orientalischem Gitarrensolo immer melodisch und nachvollziehbar.  

Klar arbeiten Power Theory im Prinzip nach alten Vorbildern und lassen im Songwriting nicht wirklich groß aufhorchen. Aber die einzelnen Songs schmecken dem puristischen Metal-Liebhaber sicherlich besser, als wenn man hier den ein oder anderen Ausflug in die Moderne gewagt hätte. Fans von alten Vicious Rumors, Accept, Saxon und diversen US Metal Legenden, sowie Thrash Fans, die mehr zur reinen Metal-Lehre tendieren, können sich absolut durch Power Theory angesprochen fühlen. Musik, die zeitlos ist und bleibt....nicht nur in der Theorie !!


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