REVENGE - Harder Than Steel

Es ist schon beachtlich, wieviele Bands mittlerweile den goldenen 80er Speedmetal Jahren nacheifern. Darunter sind Bands wie Stallion oder Alltheniko, die richtig gut spielen können. Aber bis auf Enforcer fehlt es diesen Bands zuweilen an Songs mit Wiedererkennungswert, sprich Hits.

Die Alben kann man sich alle gut auflegen, aber das Bedürnis eines nochmaligen Durchlaufs stellt sich irgendwie nicht ein.

Auch die Kolumbianer Revenge machen da keine Ausnahme. Mittlerweile auf Iron Shield Records angekommen, versuchen sich die Südamerikaner an der deutschen Teutonen-Speedmetal Institution Running Wild. Ok, kann man machen, wenn man bedenkt, daß Rock'n Rolf's Combo schon seit langer Zeit qualitätstechnisch schwächelt.  

Mit „Harder Than Steel“ will man jetzt auch im Rest der Welt Fuß fassen, da man bisher lediglich den südamerikanischen Raum mit Touren beackerte.

Ob dies gelingen mag, scheint zumindest mir zweifelhaft. Klar, Revenge können auch richtig amtlich spielen und die Anleihen bei Running Wild sind nicht von der Hand zu weisen.

Aber auch hier gilt:  Es fehlen die starken Songs, die sich von der Masse abheben.

Das es mit dem Einfallsreichtum nicht unbedingt weit her ist, drücken schon Songtitel wie „Headbangers Brigade“, „Back for Vengeance“ oder „Flying to Hell“ aus. Natürlich braucht es für diese Art von Musik keine hochgeistigen, lyrischen Ergüsse, aber etwas mehr Ideen im Sprachgebrauch hätte es schon sein dürfen.  

Die Songs ähneln sich allesamt sehr, so daß bis vielleicht auf „Gravestone“ kein Titel heraussticht.  

Bezeichnend, daß zum Schluß mit der Running Wild-Coverversion „Chains and Leather“ der einzige Song mit Hitpotenital ertönt. Aber....es ist halt ein Cover.

Daß Revenge schon seit 2002 unterwegs sind, kann man ihnen zugute halten, denn dies beweist, daß man sich eisern durchbeißen kann. Ob dies allerdings zukünftig für mehr reicht (was Aufmerksamkeit außerhalb Südamerikas betrifft)....? Ich weiß es nicht.  

Vielleicht helfen hier ja die Pseudonyme der Musiker („Hellfire“, „Hell Avenger“, „Seth“ und „Night Crawler“ - sorry, ich muß leider lachen !) oder das thrashige Höllenhund Artwork (durchaus gelungen). Musikalisch reicht es noch nicht für höhere Weihen !! 


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