REVOLUTION SAINTS - Light In The Dark


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10


Tracklist:

  • Light In The Dark
  • Freedom
  • Ride On
  • I Wouldn't Change A Thing
  • Don't Surrender
  • Take You Down
  • The Storm Inside
  • Can't Run Away From Love
  • Running On The Edge
  • Another Chance
  • Falling Apart


VÖ: 13.10.2017

Label: Frontiers Records

Dem Debutalbum der Revolution Saints 2015 haftete so ein bisschen der Ruf einer gecasteten Band an. Hatte sich dir Band doch nach einer Idee von Frontiers Records Chef, Serafino Perugino, formiert. Andererseits kann man aber auch von einer AOR/Melodic Rock Supergroup sprechen, denn mit Deen Castronovo (Journey, Ozzy Osbourne, Bad English, Jack Blades (Night Ranger, Damn Yankees) und Doug Aldrich (Whitesnake, Dio, The Dead Daisies) haben wir es mit einer Art Who-Is-Who dieser Szene zu tun. Das hier musikalisch nichts anbrennen kann, war von vorneherein klar. Dadurch konnte das Debut Album jedem Melodic Fan eigentlich nur gefallen, auch wenn das ein oder andere durchkonstruiert wirkte.

Der Hype ist etwas rum, die Voraussetzungen sind aber die selben geblieben. Mit „Light in the Dark“ gibt es prinzipiell die Fortsetzung zum Debut. Denn die 11 neuen Songs sind genauso supereingängig und harmonisch wie zuletzt. Nach wie vor sehr überzeugend ist die Gesangsleistung von Deen Castronovo und die Duetts mit Jack Blades sind traumhaft schön. Ein bisschen ähnelt Castronovo in manchen Passagen Journey-ex-Sänger Steve Perry, die Herkunft lässt sich also schwer verleugnen. Aber auch eine Ähnlichkeit zu Triumph's Rik Emmett könnte ich hier attestieren. Feines Stimmorgan also der Herr, was den Songs ein besondere Note beschert.  

Das Titelstück gleich zu Anfang überzeugt als flotte Melodic Rock Nummer im Stile von Journey mit dem Augenmerk freilich auf einen eingängigen Refrain. Über Aldrich's Gitarrenspiel muss man wohl nicht großartig berichten. Der Junge kann's halt ganz einfach. Sowohl rockig, metallisch als auch einfühlsam. Düsterere Hooklines schlägt man zum Beispiel bei „Freedom“ an, wobei ein hübsches Orgel-/Gitarrensolo aufhorchen lässt.  

Im Verlauf des Albums bieten Revolution Saints ein Potpourri quer duch die Melodic/AOR-Zunft, mal schneller, hardrock-lastiger („Ride On“, „Running On The Edge“), wo man härtere Anschläge verwendet oder aber natürlich auch den Bereich der Balladen („I Wouldn't Change A Thing“, „Can't Run Away From Love“), die frauentauglich sind, aber nicht übermäßig auffallen. Auch erinnert das Gehörte mal an die Briten Magnum („Don't Surrender“) oder man kombiniert einen flotten Rocker mit flippigem Gitarrensolo und mehrstimmigem Refrain („Another Chance“). Beim Abschluß-Track „Falling Apart“ wird’s gar atmosphärisch, mystisch mit ruhigem Gesang und leich spacigen Keyboards. Coole Nummer.  

Man kann sich schon gut vorstellen, daß die Revolution Saints genau die Musikart abdeckt, die Frontiers Boss Perugino bevorzugt. Denn die Ausrichtung des Labels ist hinreichend bekannt. Mit dieser Band erfüllt er sich quasi seinen eigenen Wunsch und mit dem genannten Trio hat er sich dazu die Creme de'la Creme ausgesucht. Trotzdem wirken die Revolution Saints lebendig und nicht mehr so sehr konstruiert, so daß man den meisten Songs auf „Light in the Dark“ durchaus Relevanz attestieren darf und gut gemacht sind sie allemal. Für Fans des melodischen Rocks an sich oder auch Journey, Night Ranger im Speziellen darf man dieses Album ohne Wenn und Aber ans Herz legen.