RIVERS OF NIHIL - Monarchy




Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10


Tracklist:

  • Heirless
  • Perpetual Growth Machine
  • Reign of Dreams
  • Sand Baptism
  • Ancestral, I
  • Dehydrate
  • Monarchy
  • Terrestria II: Thrive
  • Circles in the Sky
  • Suntold


VÖ:  21.08.2015

Label:  Metal Blade Records

Death Metal aus den Staaten....an sich ja nichts Ungewöhnliches. Dennoch gibt es immer mal wieder ein Ausrufezeichen zu vermelden.  So auch mit Rivers Of Nihil, die mit „Monarchy“ soeben einen neue Scheibe auf den Markt geworfen haben. So weit ich das verstehe, arbeitet die Band an einer Art Jahreszeiten Konzept, wobei das Debut „The Conscious Seed Of Light“ quasi den Frühling markierte, und man jetzt mit „Monarchy“ im ultra-heißen Sommer angekommen ist. Die Geschichte des neuen Albums spielt Millionen Jahre nach dem Debut und die Erde ist zu einer kruden Wüstenlandschaft verkommen. Nach Ewigkeiten ohne jegliches Leben beginnen sich neue Lebewesen zu formen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Dikatur bildet, die aus sonnenanbetenden Wesen besteht und den Weg schon bald aus den Augen verliert.

Ok....entsprechend spannend gestalten sich dann auch große Teile des Albums. Nach einem mächtigen Intro, welches mit Sicherheit als erstklassiger Einstieg in jede Live-Show funktioniert, zeigt „Perpetual Growth Machine“ dann gleich wo der Hammer hängt. Ultra-hartes Geballer trifft auch technische Rafinessen. Als Knalleffekt der ersten Songs erscheint hier das schwerst druckvolle Drumming von Alan Balamut. Erstklassig, kann man da nur sagen und der Junge trägt die Songs fast von ganz alleine. Aber auch die Gitarren von Brody Uttley und Jon Topore braten fett und liefern mal shreddernd, mal tight riffend zu jeder Zeit ab. Und on top ist der Growl-Gesang von Schreihals Jake Dieffenbach meist durchaus verständlich und hebt sich positiv von Death-Metal-Einheits-Growlern ab.  

Songs wie „Sand Baptism“ und „Ancestral“ hauen dir wie eine Wand vor den Latz. Lediglich manche getriggerten Drums sind ab und an  verzichtbar, da zu übertrieben. Aber, Leute...es handelt sich halt um Death Metal.  

Ebenso erhalten die Songs in manchen Sequenzen einen modernen Anstrich, was sich besonders bei „Dehydrate“ äußert. Ein Modern-Death Track der Marke Soilwork und Co.

Nach dem Titelsong folgt mit „Terrestria II: Thrive“ ein rein instrumentales Stück und ab hier wechselt das Album bis zum fast epischen Schlußsong „Suntold“ in eine wesentlich progressivere und teils melodischere Schiene. Hier nimmt die eingangs erwähnte Spannung ihren Höhepunkt.

Dieser Umschwung, der aber trotz allem sehr hart aufschlägt und die Trademarks des Beginns auch weiterführt, ist dem Gesamtkonzept geschuldet und überzeugt auf ganzer Linie.

„Monarchy“ ist ein wirklich sehr gelungenes Death Metal Album geworden, daß sich auch vor deutschen Großtaten der jüngsten Vergangenheit (Obscure Infinity, Sulphur Aeon, Chapel Of Disease) qualitativ nicht zu verstecken braucht.  

So muß moderner Death Metal klingen. Auch in Verbindung mit dem netten Artwork eine runde Sache. 

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