SCAR OF THE SUN - In Flood

Wenn du dich intensiv mit der griechischen Metal Szene beschäftigst, dann wirs du sicherlich schon die Band Scar Of The Sun gehört haben. Eine Bands die bereits 12 Jahre exisitiert, keine große Präsenz bisher gezeigt hat, wenn man sich ihre Diskgrafie anschaut, aber definitiv das Ziel hat in Griechenland und darüber hinaus bekannter zu werden.

Dazu zählt auch der tolle Job, den die Jungs bisher hingelegt haben, in dem man unter anderem die Bühne mit Acts wie Paradise Lost, Pain Of Salvation, Katatonia und Dark Tranquillity geteilt hat. Auf dem Debut-Album hat man mit Rhys Fulber (Paradise Lost, Fear Factory) gearbeitet, was Produktion und Mix angeht und mit Greg Reely (Strapping Young Lad, Theatre of Tragedy etc.) was das Mastering betrifft. Die Band hat nun einen Deal mit Scarlet Records gezeichnet.

Fünf Jahre sind mittlerweile vergangen seit dem Debut („A Series of Unfortunate Concurrencies“) und jetzt ist ihr neues Album „In Flood“ fertiggestellt. Bevor ich aber mit meinen Eindrücken starte, möchte ich erwähnen, daß die Lyrics vom Sänger der Band, Terry Nikas, verfasst wurden. Die Lyrics fast des gesamten Albums haben politische Hintergründe, kommentieren und kritisieren die aktuelles sozio-politische Situation in Griechenland und der Welt generell und erzählen über die Politiker, die sich als Herren der Welt ansehen, für Kapitalismus und für Ökonomische Welt-Dominanz. Die einzigen Songs die lyrisch abweichen sind „Versus the World“ (hier geht’s um generelle Schwierigkeiten, die in einer Band auftreten können), sowie „Sand“ (wo einige persönliche Gesichtspunkte über den Tod zum Tragen kommen).

„In Flood“ führt den Doom/Gothic-Part fort, den die Band mit ihrem Debut eingeschlagen hat, erhält aber eine Note hin zum Modern Metal, was die Band auch bevorzugt, wenn sie ihren Stil bezeichnet. Generell herrscht eine allgegenwärtige Spannung in ihrer Musik, hauptsächlich da der Großteil des Albums durch heavy Gitarren und aggressives Drumming beherrscht wird. Mit einer Geschwindigkeit die oft angehoben wird. Typische Beispiele dafür sind „Versus the World“, über den Terry sagt, daß es wahrscheinlich der härteste Track ist, den die Band jemals geschrieben hat. Er erreicht fast schon Thrash Level. Und „The Truth About The Lies“, bei welchem sich Power und Melodien in vorzüglicher Weise treffen.  

Gewiss liegt die Basis des Sounds von Scar Of The Sun in der Nähe von Paradise Lost, aber angereichert mit schwedischen Einflüssen (Dark Tranquillity, In Flames) und garniert mit moderneren Elementen a'la Trivium, aber auch Katationia oder Amorphis. Ebenso scheut man sich nicht, in manchen Momenten in den Uptempo-Bereich zu wechseln oder diskrete elektronische Sounds in ihre Songs zu packen. Davon zeugt beispielsweise der Remix „Walking in my Shoes“, ursprünglich von Depeche Mode.  

Scar Of The Sun scheinen den richtigen Weg eingeschlagen zu haben und haben zudem mittlerweile einschlägige Auftrittserfahrung vorzuweisen. Touren innerhalb, aber hauptsächlich außerhalb Griechenlands mit vielen Bands (Dark Tranquility, Moonspell, Rage, Pain etc.). Zudem präsentiert man auf dem neuen Album adäquate Gäste (Bob Katsionis, George Katsanos, Nick Syd, Van Labrakis) aber man bewahrt sich seine eigene Indentität um keinen allzu großen Bruch zu den vorangegangen Releases zu erlauben, quasi als Sequel zu „In Flood“.  

Zeit schreitet rasch voran, und wen man sich nicht in den Spotlights präsentiert, ist man schnell vergessen. Jetzt, um das Momentum auszunutzen, wäre es ratsam, wenn die Band ihre Aktivitäten alle einen Tick schneller angehen würden um den Vorteil dieses feinen, neuen Releases auszunutzen, den sie uns präsentieren. 


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