SECRETS OF THE SKY - Pathway

Secrets of the Sky ist eine Band aus Oakland/USA, 2010 gegründet und für ihr zweites Album „Pathway“ bereits bei Metal Blade gelandet. Nicht schlecht, wenn man bedenkt wie jung die Band ist und das sie trotz eines bereits erschienen Debut-Albums („To Sail Black Waters“) bisher noch keine nennenswerte Akzente in der Metalwelt setzen konnte.

Egal, es kommt auf das Hier und Jetzt an, und da scheint der Ami-Fünfer bestens gerüstet und gewillt zu sein, einen nachhaltigen Eindruck in der Szene zu hinterlassen. Denn mit „Pathway“ hat man sich an ein Konzeptalbum herangewagt, welches aus einzelnen Songs verbunden durch Zwischensequenzen besteht. Die typische Herangehensweise also für Konzeptalben. Leider erzählt die Bandinfo überhaupt nichts darüber, worum es sich bei dem Konzept handelt. Wenn man den Sound des Albums und die teils beängstigenden Zwischenparts hört, scheint es aber eine recht dunkle, düstere Geschichte zu sein.  

Die Zwischenparts tragen alle keine eigenen Namen, sondern sind lediglich durchnummeriert. So beginnt das Album mit „I“, einem Intro bestehend aus Meeresrauschen und starkem Donnerhall.

Dies erzeugt Spannung, was wohl mit dem folgenden „Three Swords“ auf einen warten möge. Hier gibt es erst einmal eine entspannt gezupfte Akkustikgitarre zu hören, ein ruhiger Beginn also mit geflüsterten Vocals. So lange, bis nach 2 Minuten heftige Drums und wuchtige Gitarren ertönen und Sänger Garatt Gazay (der auch für die Keyboards zuständig ist) mit progrock-affinem Cleangesang einsetzt. Er zeichnet aber auch für die Growls bzw. heiseren Kreischgesang zuständig, welcher als Gegenstück zu den ruhigen, seriösen Parts in jedem Song ebenso zum Tragen kommt.  

Dies suggeriert das ewige Spiel zwischen Gut und Böse und ist für die zu erzählende Geschichte sicherlich immens wichtig. Toll anzuhören ist die brachiale Keyboarduntermalung welche die fett epische Schlagseite von Secrets of the Sky meist zum Ende der Songs hin, quasi als abschließender Höhepunkt der sich ständig steigenden Spannungskurve, präsentiert.

Die Zwischensequenzen, mal Krähengeschrei und Donner gepaart mit Wolfsgheul und Schritten auf Kies mit abschließendem Öffnen einer Tür oder dann mal verstörende, mechanische Geräusche mit Wasserplätschern oder aber giftiges Gelächter und Geschrei, verzahnen die Songs miteinander, so daß eine Einheit entsteht.  

Dann kommen wir aber auch zum Haken auf „Pathways“. Was auf den ersten Songs noch spannend wirkt, flacht danach ab. Nicht weil die restlichen Songs schwächer wären, nein. Sie sind vom Aufbau her nahezu alle gleich. Abwechselnde ruhige Parts mit den heftigeren, soundgewaltigen Passagen mit Growls und zum Ende hin der durch wuchtigen Klangteppich erzeugten Epik.  

Herauszuheben ist hier allenfalls noch „Garden of Prayers“ mit seinen schleppenden Gitarrenparts zu Beginn und einer teilweise echten Doom-Walze zwischendurch. Oder auch das fast Death-Metal artige „Fosforos“, schnell mit gewaltigen disharmonischen Parts und doomigem Abschluß.

Alles in allem ist „Pathways“ ein ambitioniertes Album mit einer Mischung aus ProgMetal, Doom und einer kleinen Prise Death. Leider geht das Konzept nur am Anfang richtig auf, denn ab dann ähneln sich die Songs zu sehr und die Spannungskurve sinkt. Klasse Musiker sind am Werk, der Sänger ist gut und die Inspirationen im Songwriting sehr ausgeprägt. Vielleicht nächstes Mal ohne Konzept und mit mehr stärkeren Einzelsongs ? Dann ist da der ein oder andere Punkt mehr drin....sicher !! 


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