Seven Kingdoms - Decennium


Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  9 / 10

Tracklist:

  • Stargazer
  • Undying
  • In The Walls
  • The Tale Of Deathface Ginny
  • Castles In The Snow
  • Kingslayer
  • The Faceless Hero
  • Neverending
  • Hollow
  • Awakened From Nothing


 VÖ:  05.05.2017

Label:  Napalm Records

Seven Kingdoms wurden im Jahr 2007 in Deland (Florida) gegründet. Das im selben Jahr erschienene Album-Debüt “Brothers Of The Night” wurde noch von Bryan Edwards eingesungen. Kurz darauf gab es einen Wechsel am Mikrofon. Auf dem selbstbetitelten zweiten Album (2009) ist bereits Sabrina Valentine zu hören. Inzwischen ist die hübsche Sängerin mit der großen Stimme mit Bandchef und Gitarrist Camden Cruz verheiratet. Nach “The Fires Of Mine” (2012) erschien im letzten Jahr die EP “In The Walls”. Das aktuelle Album “Decennium” wurde, genau wie auch die EP, erfolgreich mit einer Crowdfunding Kampagne finanziert. Ich konnte Seven Kingdoms im Mai 2014 in Hamburg live erleben während sie gemeinsam mit Manticora auf Europa-Tournee waren. Und Frohnatur Sabrina habe ich mehrfach beim Metal Female Voices Fest in Belgien getroffen. Inzwischen sind auch die großen Labels auf die Power-Metaler aus dem US-Sonnenstaat aufmerksam geworden. Seit Anfang 2017 sind Seven Kingdoms beim österreichischen Label Napalm Records unter Vertrag.

Schon beim Opener “Stargazer” hört man die Markenzeichen der Musiker – gnadenlos schnelle Gitarrenläufe, vorantreibender Double Bass und die kraftvolle Stimme von Sabrina Cruz – dazwischen, wie beiläufig engestreut, filigran gespielte Gitarrensoli. Und dank der Chorusse bekommen die Songs auch einen edlen epischen Anstrich. Die beiden nächsten Songs (“Undying” und “In The Walls”) konnte man bereits auf der EP genießen. Zu “Neverending”, dem für mich besten Song des Albums, haben Seven Kingdoms ein Video produziert, das unter anderem Einblicke in die lockere Atmosphäre im Studio bietet.

Im zehnten Jahr der Band-Geschichte beweisen Seven Kingdoms, dass sie zu dem Besten gehören, das der Power Metal der Gegenwart zu bieten hat. Mit dem Meisterwerk “Decennium” legen sie die Messlatte extrem hoch, sowohl für sich selbst als auch für die anderen Bands des Genres. Über die gesamte Spieldauer von 51 Minuten gönnen Seven Kingdoms weder sich noch den Fans eine Verschnaufpause. Das Gaspedal wird stets voll durchgetreten – Hochgeschwindigkeits-Metal in Perfektion. Und dass dies auch auf der Bühne umgesetzt wird, konnte ich bereits in Hamburg erleben. Die Musiker zeigen eindeutig, dass sie eine eingespielte Truppe sind, jeder einzelne auf seinem Instrument ein Könner und trotzdem ein Team und gute Freunde. Auf zehn weitere Jahre auf der musikalischen Überholspur.