SHADOWBANE - Facing the Fallout


Rezept für feurigen Metal: Man nehme ein extra großes, gut abgehangenes Stück Teutonenstahl, gewürzt mit ausreichend US-Powermetal und einer Prise kernigem Thrash, als Beilage einen kraftvollen, aber melodischen Sänger, zwei exzellente Gitarristen und ein solides, bodenständiges Fundament aus Bass und Schlagzeug, gebe alles in einen Mixer, rühre um, und schon hat man bekömmlichen Shadowbane.

Klingt lecker? Ist es auch! Denn die Hamburger um Fronter Stefan geben mit ihrem Langspieldebut “Facing the Fallout” alles, um uns ihre Musik so schmackhaft wie möglich zu machen.

Los geht es mit einem kurzen Intro, das als Ruhe vor dem Sturm gesehen werden kann. Und der Sturm ist gewaltig. Donnernde Accept-artige Riffs, stampfende Riffs und ein Sänger, der mich entfernt an den Mystic Prophecy-Sänger Lia Liapakis erinnert.

Gelegenheiten sein Haupt im Takt der Musik zu schütteln gibt es viele, denn alle Songs sind im Up-Tempobereich angesiedelt. Verschnaufpausen? Balladen?? Fehlanzeige! Das Gaspedal wird durchgehend durchgedrückt. Eintönig oder gar langweilig ist es trotzdem nicht, dafür sorgen allein schon die Unmengen an Riffs aber auch manche Refrains, die stark an Accept erinnern. Aber auch Parallelen zum US-Metal, allen voran frühe Savatage oder auch Riot können nicht geleugnet werden. Alles nur ein müder Abklatsch? Mitneffen, äh, mitnichten, eher eine Weiterentwicklung des altbekannten Sounds.

Die nächste Metal-Fete wird mit „Facing the Fallout“ zumindest musikalisch ordentlich abgehen, egal ob mit jungen Hüpfern oder alten Säcken. Die Scheibe kann aber natürlich auch alleine im lauten Kämmerlein genossen werden oder als Aggressionstherapie dienen, wenn der bescheuerte Kollege mal wieder zu sehr genervt hat und man ihm am liebsten eine reinhauen würde.


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