SHADOWSIDE - Shades Of Humanity


Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  9 / 10


Tracklist:

  • The Fall
  • Beast Inside
  • What If
  • Make My Fate
  • Insidious Me
  • The Crossing
  • Stream Of Shame
  • Parade The Sacrifice
  • Drifter
  • Unreality
  • Alive


 VÖ: 28.07.2017

Label: EMP Label Group

Gegründet wurden Shadowside aus Brasilien bereits 2001. Im selben Jahr erschien dann auch ihre selbstbetitelte EP.  Erst 2005 veröffentlichte die Musiker mit “Theatre Of Shadows” in Eigenregie ihr Debüt-Album. Auch die beiden folgenden Alben (2009 und 2011) wurden von der Band selbst produziert und veröffentlicht. Ausgedehnte Tourneen führten das Quartett in dreißig Länder. Shadowside spielten als Support u.a. für Iron Maiden und Helloween. Seit 2015 spielt Magnus Rosen (ex-Hammerfall) am Bass. Und das Quartett schloss einen Album Deal mit der EMP Label Group von David Ellefson (Bassist von Megadeath) ab. Das sind natürlich beste Voraussetzungen für Album Nummer vier. So wurde “Shades Of Humanity” innerhalb von 20 Tagen in den schwedischen Fredman Studios in Göteborg aufgenommen, produziert und abgemischt von Fredrik Nordström (Arch Enemy, Hammerfall, In Flames, …) und Henrik Udd (Architects, Dimmu Borgir, Dream Evil, …).

Schon beim Opener “The Fall” zeigt Frontröhre Dani Nolden, was sie für eine Power-Stimme hat. Gesanglich erinnert sie mich ein wenig an Veronica Freeman. Auch musikalisch klingt das Quartett nach Benedictum, der Band aus Phoenix (Arizona). Verschnaufpausen gibt es auf dem Album fast nicht. Ob bei “Make My Fate” oder “Parade The Sacrifice”, das Schlagzeugspiel treibt die Musiker zu Höchstgeschwindigkeit an. Raphael Mattos zeigt immer wieder sein Können auf der Gitarre und Magnus Rosén sorgt ausgiebig für die tiefen Töne. Trotzdem lässt Dani ihren Gesang nicht in den Hintergrund drängen. Erst am Schluss wird das Tempo etwas zurückgenommen. Das hymnische “Alive” ist für mich der absolute Höhepunkt des Albums, der krönende Abschluss sozusagen. Zu “Alive” haben die Brasilianer einen aufwändigen Video-Clip produziert. Video-Clip ist eigentlich eine Untertreibung. Dieser fast zehn Minuten lange Kurzfilm ist ein wahres Meisterwerk und trägt den Untertitel “The Survival Of The Four Elements”.

Shadowside zeigen erneut, aus Brasilien kommen nicht nur großartige Fußballspieler, sondern auch herausragende Musiker. Vierzig Minuten Vollgas-Power-Metal werden gekrönt von einem Melodic Metal Epos. Mit “Shades Of Humanity” haben Dani Nolden und ihren Jungs eine Power Metal Perle rausgehauen. Das ist Hörspaß pur, vom ersten bis zum letzten Ton.