SINBREED - Master Creator

Die aus der hessischen Landeshauptstadt stammende Band wurde bereits 2005 gegründet. Zwei Alben wurden bisher auf veröffentlicht, “When Worlds Collide” (2010) und “Shadows” (2014). Lediglich knapp zwei Jahre später erschien nun mit “Master Creator” der dritte Silberling. Sinbreed, wird sich so mancher fragen, wer ist das? Immerhin sind mit Herbie Langhans (Avantasia) hinterm Mikrofon und Frederik Ehmke (Blind Guardian) an der Schießbude zwei namhafte Musiker mit von der Partie.

Mit “Creation Of Reality” startet das Album furios. High-Speed-Gitarren und treibendes druckvolles Schlagzeug. Dazu die die Stimme von Herbie Langhans, kratzig klingender aber äußerst melodischer Gesang. Im Mittelteil gibt’s dann Klasse Gitarrenmelodien auf die Ohren. Und so geht es weiter, “Across The Great Divides” startet zwar hymnisch, aber nur, um kurze Zeit später zum nächsten Hochgeschwindigkeitskracher zu mutieren. Auch bei “Moonlit Night” ist die Instrumentierung sehr schnell. Double Bass Gewitter treiben voran. Gelegentlich wird jedoch der Gesang ein wenig zurückgenommen. “At The Gate” bildet einen Ruhepol auf dem Album. Der Song startet mit ruhigem Piano-Spiel, später setzen dann Gitarre und Schlagzeug ein. Eine Power-Ballade vom Feinsten. Dagegen kommt “The Riddle” leicht proggig daher. Treibendes Schlagzeug teilweise mit regelrechten Double Bass Gewittern und  unterschwellig zu hörende Chorusse setzen hier die Akzente. Und beim Schlusssong “On The Run” ist man geneigt den sehr melodischen Refrain mitzusingen.

Mit “Master Creator” ist der zwischenzeitlich zum Vierer geschrumpften Truppe aus Wiesbaden ein hervorragendes Power-/Speed-Metal-Album gelungen. Trotz des fast durchweg hohen Tempos sind die Songs sehr melodisch und werden durch den Gesang von Herbie Langhans veredelt. Und die obligatorische Ballade sorgt für Gänsehautstimmung ohne jemals kitschig zu wirken. Die von Markus Teske (u.a. Vanden Plas, Saga, Mob Rules) gemixte Produktion ist druckvoll und schnörkellos. Für Fans von traditionellen Teutonen-Stahl sollte das Album schon fast ein Pflichtkauf sein.


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