SLEEPY HOLLOW - Tales Of Gods And Monsters

Sängerwechsel bedeuten meist eine große Veränderung im Sound einer Band. Vor allem bei den Fans, die an den alten Sänger gewohnt waren und sich nun umstellen müssen. So auch bei den US-Metal-Veteranen Sleepy Hollow. Urgestein Bob Mitchell verließ die Band nach der Reunion 2012 wieder und Altar of Dagon-Sänger Chapel Stormcrow übernahm den vakanten Posten am Mikro. Und das, obwohl er in einer ganz anderen, tieferen, Stimmlage singt als sein Vorgänger.

Was zur Folge hat, dass der gesamte Sound der Band düsterer wurde, so dass ihr neues Album „Tales of Gods and Monsters“ eher in Richtung Doom á la Candlemass geht und nicht mehr viel vom klassischen US-Metal übrig ist.

Tiefergestimmte Gitarre, pumpender Bass und die an Christian Lindersson (Count Raven, Lord Vicar) erinnernde Stimme von Chapel Stormcrow prägen den Opener „Black Horse Named Death“. Ein fetziger Song mit düsterem Unterton.

„Sons of Osiris“ geht in die gleiche Richtung, ist aber etwas schleppender gehalten. Eingängige Riffs und ein klasse Solo von Steve Stegg verleihen dem Song das gewisse Etwas.

Mit Kinderstimme, getragenen Riffs und Akustikgitarre bildet der Track „Alone in the Dark“ ein kurzes atmosphärisches Zwischenspiel, bevor es mit „Bound by Blood“ im Mid-Tempobereich weitergeht. Ein qualitativ hochwertiger Song mit Hitpotenzial.

Sleepy Hollow schaffen es, das Niveau auf dem gesamten ziemlich hoch zu halten. Chapel singt gut bis sehr gut und darf bei „Baphomet“ auch ein wenig screamen. Insgesamt hat die Band einen stilistisch zwar völlig anderen aber vollends überzeugenden Nachfolger zu „Skull 13“ eingespielt. Die Songs sind allesamt kürzer und kompakter als auf dem Vorgänger ausgefallen und sind somit auch eingängiger und kommen schneller auf den Punkt. Fans der ersten Alben müssen sich zwar erst an den neuen Sound gewöhnen, vor allem beim ersten Hören, aber wenn das geschafft ist, wird hier (fast) jeder seine Freude an dem Album haben.


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