SORROWS PATH - Doom Philosophy


Doom-Metal aus Griechenland im Stile von Candlemass und Solitude Aeternus! So tönt das Plattenlabel Iron Shield Records über den dritten Streich „Doom philosophy“ von Sorrows Path. Leider größtenteils nur eine Mogelpackung stöhnt der Rezensent, der sämtliche Alben der genannten Bands besitzt.

Ok, die Musik an sich ist gut, aber so richtig doomig ist es nicht. Tonnenschwere epische Doomriffs? Mangelware. Atmosphärische, düstere Grundstimmung der einzelnen Songs? Nur vereinzelt und wenn, dann nicht über die Distanz eines ganzen Songs. Natürlich werden immer wieder doomige Parts in die Songs eingebaut, sogar fast schon Funeral-Doom-artiger Gesang ist vorhanden, aber für Doom-Puristen hätte es ruhig etwas mehr sein können.

Doch stattdessen werden eher genreuntypische schnelle und harte Riffs gespielt oder mit relativ viel Akustikgitarre gearbeitet. Bei „Everything can change“ klingt dann sogar etwas Amaseffer durch, die nun wirklich nicht zum Doom-Genre gehören. Und mit „The King with a Crown of Thorns“ hat man auch noch eine melancholische Ballade am Start.

Kleiner Trost: Zumindest die Texte und das Artwork sind durch und durch Doom. Tod, Dunkelheit, Verzweiflung, alles vorhanden. Und das Cover ziert eine graue blutende Eule auf einem Baumstumpf mitten im (toten??) blätterlosen Wald.

Fazit: Spieltechnisch, kompositorisch und auch gesanglich ist alles top, aber eben höchstens im Dark Metal anzusiedeln. Die Griechen haben also quasi bis auf ein paar Ausnahmen grandios am gewählten Genre vorbeikomponiert. Daher zwei Punkte Abzug, also nur 5 Punkte.


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