SOTO - Divak









Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10 .

Tracklist:

  • Divak (Intro)
  • Weight of the World
  • FreakShow
  • Paranoia
  • Unblame
  • Cyber Masquerade
  • In My Darkest Hour
  • Forgotten
  • Sucker Punch
  • Time
  • Mifired
  • Fall From Grace
  • Awakened


VÖ:  01.04.2016

Label:  Ear Music

Jeff Scott Soto hatte es eilig. Seit dem Debut von „Into the Vertigo“ seines Soloprojekts Soto ist gerade mal 1 Jahr vergangen. Mit „Divak“ legen Soto jetzt bereits nach, auch um dieses Projekt als Band zu etablieren. Produziert hat der ehemalige Sänger von Yngwie Malmsteen, Journey und Talisman das neue Album zusammen mit Schlagzeuger Edu Cominato erneut selbst. Außer Jeff Scott Soto und Cominato wirkten am neuen Album noch Lead Gitarrist Jorge Salan, Bassist David Z und und Keyboarder/Gitarrist BJ mit

Und Soto ist ein feines Album in der Schnittmenge von Hard Rock und Metal gelungen, welches ein großes Maß an Abwechslung bietet. Neben der prägenden Stimme von Jeff Scott ist es vor allem das exzellente Songwriting, welches den Reiz von „Divak“ ausmacht.  

Dabei schreckt man auch nicht vor modernen Sounds zurück, was vielleicht den ein oder anderen Classic Rock Fan verschrecken könnte. Nach dem unheilsschwangeren Intro „Divak“ starten man aber erst einmal mit „Weight of the World“ gewohnt hard rockig in klassischer Manier. Hier wird aber schon deutlich, daß man nicht auf die eingefahrene, melodisch sichere Schiene setzt, sondern mit einigen Überraschungsmomenten hantiert. Sei es ein disharmonisches Zwischenspiel, oder ein Break, wo man es nicht erwartet. Soto spielen mit den Gewohnheiten des Hörers und stellen vorgezeichnete Wege öfters mal gerne in Frage.

„FreakShow“ und „Paranoia“ verdeutlichen dies nicht nur aufgrund ihrer Songtitel. Hier wird das ein oder andere neben der Spur liegende Element eingebaut, einer Freakshow und Paranioa würdige Verrücktheiten vertont und über allem liegt die göttliche Stimme Jeff Scott Soto's, welche auch mal leicht verzerrt rüberkommt. Auffällig ist zudem Jorge Salan, der traumhaft sichere Riffs kompetent zockt und sich in dieser Form durchaus zu den besseren Rock-Gitarristen unserer Zeit zählen darf. Auch der Bass ist immer präsent und das Drumspiel druckvoll und gut abgemischt.

Neben moderneren Elemten wie bei „Cyber Masquerade“ oder „Sucker Punch“, gibt es dennoch zr Genüge auch Jeff Scott Soto übliches Hard Rock Futter wie „Time“ oder das balladeske „In My Darkest Hour“zu hören. Gut, um die eingefleischten Fans bei Stange zu halten und außerdem für neue Sounds zu begeistern.  

Völlig abgehend liefern Soto den Abschlußtrack „Awakened“. Eine reinrassige Metal Nummer, mit viel Power, klasse Riffs und nach vorne losgehendem Tempo.  

Soto wird immer der Beigeschmack anhaften, die Band von Jeff Scott zu sein. Da kann er sich drehen und wenden, wie er will. Auch die Idee, verschiedene Sounds auf das Album zu verfrachten, wird den Charakter eines Soloalbums dieses begnadeten Sängers verstärken. Auch wenn er krampfhaft versucht, ein Bandgefüge in Soto zu implementieren, weg von ihm alleine, so wird dies arg schwer. Trotzdem ist Soto ein hervorragendes, und vom Songwriting her erstklassiges Album gelungen, welches unbedingt Gehör finden sollte. Wäre schade, wenn dieses Hard Rock/Metal-Juwel in der Masse von Veröffentlichungen untergehen würde. 

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