SOULDRAINER - Architect

 

Schweden-Terzett, welches sich melodischem Death-Metal verschrieben hat......nix Neues also.

Souldrainer nennt sich dir Truppe und veröffentlicht die Tage gerade ihr drittes Album „Architect“.  

Gegründet 1999 blieben größere Erfolge bisher verwehrt....ob sich dies mit dem neuen Album ändert, bleibt abzuwarten.

Geboten wird demnach dann auch Death Metal der typisch schwedischen Schule mit hohem Melodien-Anteil in der Schnittmenge von epischen Hypocrisy, Amon Amarth oder aber auch mit Hitpotential der Marke In Flames.

Sänger/Gitarrist Marcus Edvardsson hört sich dann auch stilgerecht an, wie eine Mischung aus Peter Tägtgren (allerdings mit etwas tieferer Stimmlage) und Johan Hegg.

Die Songs liegen allesamt in der gleichen musikalischen Ebene, ohne große Schlenker nach oben oder unten. Bedeutet allerdings auch etwas fehlende Abwechslung in diesen.

Gut rein laufen die Songs aber trotzdem, angefangen beim Opener „Biological Experiments“ über das stimmungsvolle Titelstück bis zum abschließenden, etwas langsamer düsteren „Sorgestjaerna“.

Teilweise mit sogenannten Background-Engelschören versehen, versprüht das Liedgut eine spürbare Erhabenheit und das musikalische Können des Trios braucht sich keinesfalls hinter den oben genannten Bands verstecken. Lediglich im Songwriting haben die bekannten Protagonisten der schwedischen Melodeath-Szene die Nase noch deutlich vorn.

Ab und an gibt es Gitarrenläufe zu hören, welche man von symphonischen Blackmetal Bands a la Dimmu Borgir kennt, welche gut zur erkennbaren Dramturgie der Songs passen.

„Architect“ ist ein Album, welches im Stande ist, am Thron der Szenegrößen zu kratzen. Diese von eben diesem Thron zu stoßen, dazu reicht es aber (noch) nicht.  Fans, die im Death Metal Bereich Melodien vertragen können und auch die ein oder andere Piano-Passage keinen Haarausfall bereitet, sind bei Souldrainer definitiv gut aufgehoben. Fans von Tägtgren's Bands oder Amon Amarth sowieso.

Wenn am Songwriting weiterhin gefeilt wird, bin ich guter Dinge, daß man zukünftig von Souldrainer noch Einiges erwarten kann und hören wird.  

 

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