STIGMHATE - Zodacare Od Zodameranu


Aus dem sonnigen Italien kommt düsterer Black Metal? Tatsache! Zuerst muss ich mich fragen, wie es sein kann, dass es die drei Jungs von Stigmhate bereits 15 Jahre gibt und ich noch nichts von ihrer Existenz gewusst habe?

Schande über mich. Denn das was ich hier höre, ist echt gut. Nach einem kurzen Intro gibt es direkt eins auf's Fressbrett, ' The Third Obsidian' ist ein geiler Opener, der mich direkt an Unlight erinnert. Stigmhate ballern hier nämlich genauso geilen thrashigen Blackmetal wie Ihre deutschen Genrekollegen. Das ist modern angehauchter Blackmetal der nicht nur auf pure aggressive Monotonie setzt.

Stellenweise höre ich Watain heraus und bei 'Pleroma Apocrifa Mistica' fühle ich mich an Dimmu Borgir erinnert. Sänger Xerberus deckt eine schöne Bandbreite ab und wechselt sich immer wieder zwischen hohem Gekeife und fast schon Deathmetal-artigem Gegrowle ab. Sehr schön.

'Adamas Ater' ist ein straighter Klopper der unmöglich aus Italien kommen kann. Da müssen doch Skandinavier involviert sein, sehr cool. Bei 'The Templethoth' haben mich die Jungs endgültig. Death, Black, Thrash...alles was das Krachkind braucht um glücklich zu sein, wird hier in einem Song vermischt.

Die ganze Platte klingt schön aus einem Guss und ist modern produziert ohne den Songs den nötigen Schmutz zu rauben. 15 Jahre Banderfahrung sind deutlich zu spüren. Stigmhate wissen was sie können und bringen das zu 100%. Engstirnigkeit wird außen vor gelassen, so verwundert es auch nicht das bei 'Radiant Darkness' auch gerne mal das Tempo rausgenommen wird und ein geiles Tappingriff in Todesmetall der alten Schule übergeht.

Wer ohne Scheuklappen durch die Metalwelt läuft, ist hier gut aufgehoben und sollte zuschlagen. Alles in allem ein abwechslungsreiches Album, welches den Begriff Blackmetal definitiv überschreitet und mit 11 Songs und einem Bonustrack gibt es wirklich value for money.


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