SUNLESS SKY - Doppelgänger


Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10


Tracklist:

  • Starfall
  • Doppelgänger
  • Kingdom Of Sky
  • Stone Gods
  • Lake Of Lost Souls
  • Netherworld
  • Adrenaline Junkie
  • Inside The Monster
  • Heroin
  • Black Symphony


VÖ: 07.04.2017

Label: Pure Steel Records

Das letzte Album der US-Formation Sunless Sky, "Firebreather", kam bei uns ja nicht unbedingt gut weg. Das liegt natürlich zum einen an der subjektiven Meinung des Rezensenten, der dem Album trotz guter Qualität fehlende Hits und fehlende eigenständige Arrangements vorwarf, und zum einen vielleicht auch an dem dämlichen Albumartwork.

Zur Beruhigung sei gesagt, daß diesmal das Artwork ansprechend ausgefallen ist. Auch bin ich der Meinung. daß Sunless Sky durchaus im Bereich des US-Metal mit den vielen hervorragenden Bands mithalten kann. Das liegt zum einen an der tollen Gesangsleistung von Juan Ricardo, der auch schon vor kurzem das neue Wretch Album veredelte und zum anderen an der starken "Dicke-Hose"-Gitarrenarbeit von Curran Murphy, der alles in Grund und Boden rifft.

Sunless Sky gründeten sich erst 2012, die Musiker sind aber schon lange im Geschäft, so daß der Band der Old School-US Faktor nicht fremd ist und das Album herrlich organisch klingt. Der ungewöhnliche Albumtitel "Doppelgänger" lässt bereits Aufhorchen. Es ist zwar nicht neu, daß englischsprachige Bands deutsche Titel verwenden, aber trotzdem ist es immer noch ein Ausrufezeichen.

Das Album ist durch die Bank gleich stark. Herausragend sicherlich der Titelsong, der mit einem "Freewheel Burning"-Riffgewitter loslegt und durch den etwas schrägen, aufgezwungenen Refrain glänzt. Ansonsten herrscht angefangen beim schnellen "Starfall" bis zum Rausschmeißer "Black Symphony" feinster US Metal vor, der teilweise stark an Fifth Angel erinnert und sich keineswegs hinter Veröffentlichungen von aktuellen Wretch, Metal Church und schon gar nicht Omen oder Attacker verstecken muss. Juan Ricardo's Stimme passt hervorragend zur Musik, hat diese gewisse Power in der Stimme ohne kreischig zu wirken und jede Note sitzt. Eine Metal-Sirene vom Feinsten. Die Refrains kommen eingängig entweder solo oder mehrstimmig, ledigliche "Adrenaline Junkie" ertönt etwas durchwachsen und neben der Spur arrangiert.

Alles in allem ein gutes US Metal Album mit viel Power und Spielwitz. So wie es die Fans normalerweise mögen. Alle Musiker agieren auf sehr hohem Qualitäts-und Energielevel und die Kompositionen wirken jederzeit durchdacht aber dennoch meist straight und mit Wucht.

Was es mit dem "Doppelgänger" auf sich hat, wissen wir nun noch immer nicht. Dies werden aber die sicher zahlreichen Interviews, die in der Schreiberwelt folgen müssen, erklären. Die US-Metal Sonne strahlt durch Sunless Sky.