TERROR EMPIRE - The Empire Strikes Black


Terror Empire – hört sich nach Einfallslosigkeit an, hat aber für eine Thrash Band genau den richtigen harten Namen, wie ich finde. Und so lange die Musik nicht abgedroschen klingt, ist ja auch alles gut.

Die Jungs kommen aus Portugal und haben mit „The Empire Strikes Black“  nach einer 4-Track-EP („Face the Terror“) nun ein Vollzeitalbum eingetrümmert.  

Nach einem 1 ½ minütigen instrumentalen Intro namens „The Empire Strikes“ folgt folgerichtig „Black“. Der Song ballert gewaltig in bester Machine Head los. Sänger Ricardo Martins klingt auch wie eine Mischung aus Rob Flynn und Tom Araya. Schneller, technischer Thrash der Oberklasse. Spielerisch einwandfrei lassen sich die Gitarristen Rui Alexandre und Sergio Alves immer mal wieder eine nette Spielerei einfallen.

Die folgenden „Servant“ und vor allem „Skinned Alive“ (Hammer Chorus !) können das Niveau locker halten und Terror Empire nehmen trotz überwiegend hoher Geschwindigket immer mal wieder kurz das Tempo raus, was dem technisch hohen Niveau dienlich ist.

Abgefahrene Gitarrenläufe (sehr spacig) und coole Riffs bietet man in dem fast schon crossover-lastigen „Revolution Now“. Derbes Teil !!

Leider kippt das Niveau ab hier aber etwas. Denn bereits mit „Route of the Damned“ wirkt es so, als ob die Band bereits ihre Pulver verschossen hätte.  

Natürlich bleibt das technische Niveau über alle Zweifel erhaben, aber die Ideen während der Songs wollen nicht mehr so zünden wie zu Beginn.

Schön thrashig hart bleibt es trotzdem zu jederzeit und der ein oder andere Aha-Effekt stellt sich doch noch ein (beispielsweise der Beginn von „Man Made of Sand“). Ein rein instrumentales Stück wie „Reality Check“ hätte es dagegen nicht wirlich gebraucht.

So bleibt unterm Strich ein Thrash Metal Album mit viel Licht zu Beginn und halt auch Schatten zum Ende hin. Mit „Break the Cycle“ bringt man zu guter letzt aber noch einen coolen, verschleppten Rausschmeißer, der angepisstesten Sorte. Der Song fasst die Stärken von Terror Empire nochmals gut zusammen.

Die Portugiesen können was, das hört man durch's komplette Album. Durchgehend üerzeugendes Songwriting beim nächsten Mal und der Weg zur Thrash-Elite ist geebnet. So bleibt für dieses Mal ein Ausrufezeichen, mehr aber noch nicht. Auf den Merkzettel müssen Terror Empire aber unbedingt. 


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