THE ORDER OF APOLLYON - The Sword and the Dagger


So ganz sicher bin ich mir die diesen Bands nicht, was deren Absicht ist, welche hinter Namen beginnend mit „The Order of...“steckt.

Bei den mir vorliegenden The Order of  Apollyon beschreibt man auf der eigenen Facebook Seite den Stil mit Religious Totalitarian Propaganda....so so. Auch die eigene Aussage „We are the Word of the Lord“ könnte darauf schließen lassen, daß wir es hier mit einer sog. White Metal Band, bedeutet einer Band, die einen christlichen Hintergrund aufweist, zu tun haben. Hm...ich weiß es nicht. Fakt ist, The Order of Apollyon wurden 2007 gegründet von BST (?) und Daniel Wilding, der jetzt bei Carcass spielt. Irgendwie wirkt die Band mysteriös, zudem kann ich nicht mal sicher sagen, ob die Düsterheimer aus England oder Frankreich kommen.

Grob umrissen spielt man auch auf dem zweiten Album „The Sword and the Dagger“ eine Mischung aus Black/-u. Deathmetal, aber eine, die sich gewaschen hat.   

Denn was die Musiker, deren Namen ich mir erspare, da diese nur aus Abkürzungen bestehen, technisch abliefern.....Hut ab !   

Dabei startet man nach dem mittlerweile zum guten Ton gehörenden, mystischen Intro „Own the Youth“ recht blackmetallisch mit „Hatred Over Will“. Abgrundtiefe Vocals irgendwo zwischen Power-Grunts und Höllenhund-Gebrüll ergänzen die angeschwärzte Soundwand vorzüglich. Denn eine solche erzeugen die Gitarristen trotz teils scheppernder Drums.

Doch schon im folgenden „Our Flowers are the Sword and the Dagger“ zeigen The Order of Apollyon was sie wirklich draufhaben. Klar, die Rasereien sind immer irgendwo im Black Metal angesiedelt, aber die tollen Riffs und schleppenderen Passagen sind jeder technischen Death Band aller Ehren Wert. Im Soli – Bereich schwingt man gar die pure Metal-Axt und melodischere Töne mit Hintergrund-Chören verfeinert bringen einen gehörigen Schuß Epik in die Musik. Die letzten zwei Minuten sind einfach nur brilliant majestätisch und gewaltig. Starkes, kinoreifes Material.   

Al'ankabout“ versprüht danach orientalische Düfte, die Drums legen den idealen Hintergrund einer Karawanen-Wanderung. Böse, sakral angehauchte Vocals könnten dagegen eher eine Opferdarbietung begleiten. Spieltechnisch teilweise mit irrwitzigem Tempo und Blastparts hat man aber immer ein feines Gespür für Ideen und Tempi-Wechsel.   

Die Songs können allesamt überzeugen, egal ob kürzere, dynamische Songs wie „Hold Not Thy Peace, O God Of My Praise“ mit Marsch-Drums und death-melodischen Gitarrenlicks, halb-lange wie „The Curse is Poured Upon Them“, welches wiederum furios und wild den Duft von Schwarzmetall atmet oder „Eight Pillars“, das in eine ähnliche Kerbe schlägt (teuflische Vocals aber auch...) oder natürlich der abschließende Longtrack „Omnis Honor Et Gloria“, ein technisches Death/-Black Kunstwerk – mächtig und brutal. Bei diesem Song denkt man nach 5 Minuten, es wäre vorbei. Doch dann legt man noch einen pharaohnen-verdächtigen Instrumentalpart nach, welcher die teilweise vorhandene Epik in der Musik von The Order of Apollyon nochmals unterstreicht.

Trotz aller Härte können The Order of Apollyon jederzeit die Spannung hochhalten und die Songs wirken fast immer abwechslungsreich und genügen hohen musikalischen Ansprüchen. Der Gesang ist natürlich Todesgegrowle und hysterisches Gebrülle pur, passt aber klasse zur musikalischen Umsetzung der mystisch angehauchten, aus Untiefen der Hölle an die Oberfläche stoßenden Songs. Stellt sich mir aber immer noch die Frage, christlicher Hintergrund oder nicht ?

Egal, dieser Orden könnte schon bald einen Haufen neuer Jünger begrüßen. Die Qualität dazu ist durchaus vorhanden.    


Bewertung:

Kommentare: