THE V - Now Or Never

Nach dem 2013er Meisterwerk “Obey” rechneten die Fans von Benedictum für 2015 mit dem vierten Output des Vierers aus Arizona. Aber weit gefehlt, Frontröhre Veronica Freeman erfüllt sich einen lang gehegten Wunsch, ihr erstes Soloalbum. Aber die Fans müssen darüber nicht traurig sein, wo “The V” draufsteht ist auch ‘ne Menge Benedictum drin.  

Schon im Opener “Again” wird gezeigt wo es langgeht. Hardrock vom Feinsten, knallende Riffs, großartige Hooks und über allem thront die unverwechselbare Stimme von Veronica Freeman. Auch der Titelsong “Now Or Never” knallt so richtig aus den Boxen. Die Gitarren braten, das Schlagzeug treibt voran. Im Mittelteil darf der Gitarrero sein Können zeigen. “Roller Coaster” ist ein echter Nackenbrecher. Die Sängerin schreit sich die Seele aus dem Leib. es gibt ein kurzes filigran gespieltes  Gitarrensolo auf die Ohren, dazu einen eingängigen Refrain.

“L.O.V.E” kommt dagegen eher cheasy daher, ein sehr melodischer, leicht poppig angehauchter Song. In bester AOR Tradition. Auch “Line In The Sand” ist eine beschwingte Rock-Nummer, mit großartigen Hooklines und einem eingängigen Refrain. In der zweiten Hälfte erklingt erneut ein Klasse-Gitarrensolo. Rhythmisch und druckvoll geht es dann in “Love Should Be To Blame” zu Werke. Gut gesetzte Riffs im Wechseln melodischen Gitarrenpassagen untermalen eine der besten gesanglichen Leistungen von Veronica auf diesem Album. Wenn man sich die Promo-Photos zum Album ansieht, dann möchte man der Aufforderung “Kiss My Lips” am liebsten sofort nachkommen. Dazu braten die Gitarren wieder, das Schlagzeug treibt voran.

Bei “Spellbound” wird in Punkto Härte wieder etwas zugelegt. Riffs unterlegen den Gesang der Benedictum-Frontfrau. Im etwas ruhigeren Mittelteil klingt ihre Stimme dann fast schon ein wenig zerbrechlich. In “Starshine” gibt es dann wieder klassischen Hardrock, im Stile der großen Stadion-Hymnen. Ganz großes Kino! “Below Zero” zeichnet sich durch klasse Gitarrenriffs und einen äußerst melodischen Refrain aus.  

“Ready To Run” rockt so richtig los. Straighte Gitarren wummern aus den Boxen, das Schlagzeug ballert. It’s only Rock’n’Roll, but I like it! “King For  Day” ist ein echter Midtempo-Kracher mit Wahnsinns-Gitarrenriffs. Dazu ein geniales Gitarrensolo. Der Rausschmeißer “Hundred Reasons” klingt dann noch einmal locker beschwingt. Gitarrenriffs sorgen für die notwendige Härte. Veronica Freeman zeigt noch einmal, dass sie auch richtig gut singen kann. und mit einer wunderschönen Gitarren-Melodie klingt der Song schließlich aus.

Das Solo-Debut von Veronica Freeman macht so richtig Spaß. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Hardrock, Metal und großartigen Stadion-Rockhymnen. Die Benedictum-Frontfrau zeigt hier ihr hervorragendes gesangliches Können, abwechslungsreich von Rockröhre bis zu fast zerbrechlich wirkenden Gesangsparts. 


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