THE VICIOUS HEAD SOCIETY - Abject Tomorrow


Autor: Esther Kessel-Tamerus

Bewertung:  8 / 10  

Tracklist:

  • The Sycophants
  • Abject Tomorrow
  • Downfall
  • Agenda (i) Cryptograms (ii) A Digital Self
  • The 11th Hour
  • Psychedelic Torture Trip
  • Gods Of The New Age
  • Analogue Spectre


 VÖ: 24.03.2017

Label:  EIgenregie

Der Ire Graham Keane (Gitarrist / Bassist / Keyboarder) ist der Mann hinter der Progressive Rock / Metal-Band The Vicious Head Society. „Abject Tomorrow“ist sein Debüt-Album. Die Geschichte spielt in einer fiktiven Zukunft. Menschen erhalten von Geburt an ein Implantat um Emotionen zu regulieren. Bis ein Mann es unterbindet. Er geht auf Entdeckungsreise um sich mit der Menschheit zu verbinden. Wilmer Waarbroek (Ayreon, Lost in the New Real) übernimmt fast komplett den Gesang und die Grunts. Nathan Pickering singt im Titelsong . Andere Gastmusiker sind Keyboarder Derek Sherinian (Ex-Dream Theater) und Nahuel Ramos. Und Violinistin Karen Kelly (Jaskane). 

„The Sycophants“ besitzt einen interessanten Start. Die Metal Einflüsse sind offensichtlich, aber nicht übertrieben. Dies allerdings vermischt sich mit helleren Tönen. Innerhalb einer Minute nimmt mich der Song gefangen. Vor allem, wenn der Song mehrschichtig auftritt. Nicht nur Wilmer's Gesang beeindruckt, auch die Musik passt sehr gut zusammen. Das Verhältnis zwischen Rhythmus, Melodie und überraschenden Wendungen sorgt für einen coolen Opener. Der Titeltrack beginnt mit einem kleinen Intro. Graham`s Gitarrenspiel und eine flüsternde Stimme bauen Spannung auf ... kommt gleich eine plötzliche Wendung, ja oder nein? Vorerst bleibt es ziemlich ruhig. Der Songaufbau kommt mit aller Macht. Nathan's Growls passen perfekt zum Rhythmus. The Vicious Head Society behält allerdings die melodische Seite bei. Im Hintergrund hört man manchmal eine emotionales Growlen. Dies ist gänzlich in den Sound verwoben. Das Album ist ein leichteres Musikwerk , das etwas zum klassischen Rock neigt. „Abject Tomorrow“ besitzt von Anfang an bis zum Ende ein erhaben starkes Gerüst.

Die gesampelten Sounds in "Agenda (i) Cryptograms (ii) A Digital Self" sind recht zahm. Ich drehe die Lautstärke auf. Plötzlich rumpelt Metal durch die Lautsprecher, lecker! Schrittweise Landung für ein ruhiges durch eine eingängige Rückenkonstruktion an die Macht gefolgt Stück. Schritt für Schritt gewinnt das bisher ruhige Stück an Power. Die Mischung zwischen Gesang / Growls und Musik ist exzellent. Doch für einige könnte das Growling einfach zu viel sein. So wird das Ende mit einem ruhigen Part abgewendet. Sünde !!  

Das Intro von '“he 11th Hour“ befreit mich wieder. Die vollständige Track ist ok. Neben dem Fade-Out. Schade, daß die Nummer so endet. Der Instrumentaltrack „Psychedelic Torture Trip“ beginnt ziemlich ruhig. Das ändert sich schnell in Form eines schnell gespielten Uptempo-Abschnitts. Wobei das Drumspiel von Kevin Talley (ex Suffocation, Chimaira) wieder bemerkenswert gut ist. Obwohl der Rhythmus mehr im Vordergrund steht, wird die Melodie nicht vergessen.

Sampling Sounds und  mysteriöse Musik geben „Analogue Specter“ einen faszinierenden Start. Klemen Markelj (Obidil) lässt die Becken leise läuten. Dieser mysteriöse Part hält ein paar Minuten an. Gute Wechsel zwischen ruhiger und solider „Arbeit“ folgen. Es gibt viele Wendungen, bei denen im ruhigeren Fahrwasser die zwingende Gitarre von Graham zu hören ist. Originelle Manöver mit einem Hauch von lateinamerikanischen Sound. Dann ist es Zeit für Metal mit ein paar Growls und Gesang, der zeigt, welch starke Stimme Wilmer hat! Super-Aufbau bis zum Ende.  

Auf diese Art und Weise hätte man ruhig mehr spielen können. Leider endet das Lied erneut mit einem Fade-Out. Pluspunkte sind: Unvorhergesehene und überraschende Wendungen. Es ist nie vorhersehbar, wie der Song sein wird.  „Abject Tomorrow“ fasziniert weiter. Ausgezeichnete Balance zwischen Rhythmus und Melodie, und zwischen Rock und Metal. Die Growls sind gut zu verstehen, aber sie sind in Bezug auf die Menge in der Minderheit im Bezug auf die klaren Vocals. Toll auch die vielen „schwere Saiten“ von Bassist Pat Byrne (Hedfuzy). Und natürlich Graham an der Gitarre. Er hat die Schlüsselposition des Albums. Außerdem gibt es regelmäßig coole  Up-Tempo-Stücke. Die Klangqualität beherbergt ein großes Volumen. Der Debutant „The Vicious Kopf Society“ passt vorzüglich zwischen die etablierten und progressiven Hardrock / Metal-Bands!


Original-Review (niederländisch):

Rockmuzine 

Esther's Rock Blog


Kommentare: