THUNDERHEART - Night of the Warriors

Thunderheart – wieso ist auf diesen Namen nicht schon früher jemand gekommen ? Zumindest finde ich keine weiteren Einträge im Netz außer diese, 2014 gegründete, spanische Metalband.

Eine sehr frische, junge Band also und somit kein Wunder, daß „Night of the Warriors“ daß allererste Album der Madrilenen ist.  

Musikalisch fährt man die absolute True Metal Schiene und bei Einflüssen nach eigenen Angaben von Twisted Sister, Accept, Black Sabbath und Iron Maiden, hat man sich die ganz Großen der Zunft ausgesucht.

Dementsprechend legt man auch los und das coole, kurze Bassintro bei „New Horizons“ lässt schon mal aufhorchen. Handwerklich ist bei Willi Gascon (Gitarren + Bass !!))und Ricardo Lazaro (Drums) alles im grünen Bereich. Die Songs atmen heavy metallische Straightness und die ein oder andere Maiden-Gitarrenlinie findet sich dann auch in die Songs ein. Woran es ein bisschen hapert, ist die Stimme von Javier Pastor.  

Nicht das der Gesang schlecht wäre, nein. Aber es fehlt der letzte Punch hintenraus, etwas mehr Räudigkeit oder Roughness hätte den Vocals sicherlich gut getan.

Trotzdem machen Songs wie „Show Them Our Fire“, „Concrete Jungle“ oder das Titelstück „Night of the Warriors“ Spaß beim Hören. Zum Bangen sind die Tracks bestens geeignet, auch wenn man noch merkt, daß die Truppe etwas auf Nummer sicher beim Songwriting gegangen ist. Ab und zu ein Schlenker mehr nach rechts oder links hätte für mehr Abwechslung gesorgt und sicherlich für mehr Furore gesorgt.

Richtig cool werden Thunderheart immer dann, wenn die Songs sich auf mehrstimmige Refrain-Shouts hinbewegen wie bei „Thunderheart“, „Bulletproof“ oder „Rise or Fall“. Dies sind solche Songs, die auch live für hochgereckte Fäuste sorgen und das wahre Metal-Blut durchfließen lassen. „Rise or Fall“ ähnelt gar manch alten Raven Nummern.

Der Sound bzw. die Produktion ist sehr old-school-lastig, was das musikalische Vorhaben der Jungs aus Spanien auch gut wiederspiegelt. Möglichst soundtechnisch nah an den Originalen....dies gelingt !  

Wie bereits erwähnt, hätte ich mir beim Gesang mehr Power unterm Gesäß gewünscht, aber auf dieser Leistung kann man sicherlich aufbauen.

Irgendwie erinnert mich „Night of the Warriors“ an die Debutalben der heutigen Legenden, die damals auch noch recht unverbraucht und unbekümmert klangen.

Kann und darf man sich ruhig öfters anhören !! 


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