UNLEASH THE ARCHERS - Apex


Autor:  MC Lucius

Bewertung:  9,5 / 10


Tracklist:

  • Awakening
  • Shadow Guide
  • The Matriarch
  • Cleanse The Bloodlines
  • The Coward's Way
  • False Walls
  • Ten Thousand Against One
  • Earth And Ashes
  • Call Me Immortal
  • Apex


VÖ:  02.06.2017

Label:  Napalm Records

Die Matriarchin des Heavy Metal ist zurück!! Und wie. Brittney Slayes und ihre Mannen von Unleash The Archers legen mit "Apex" ihren vierten Longplayer vor und feiern damit ihren 10. Geburtstag. Und das tun sie verdammt eindrucksvoll. Schon der Opener "Awakening" fährt alles auf, was das Heavy Metal Herz begehrt: Brettharte Gitarrenriffs, schweißtreibende Doublebass Attacken, tiefe Growls - fasten your seat belts. Andernfalls trägt's dich gleich raus aus der Kurve.

Dass dies keine Eintagsfliege ist, wird schon mit der nächsten Nummer klar: Der "Shadow Guide" kennt die Geheimnisse der Nacht und führt dich sicher durch selbige, ehe die Herrin in "The Matriarch" ihre Macht demonstriert. Das Stadion füllende Organ der 32 jährigen keift und beißt alles neben ihr weg und lässt keine Widerrede zu.

Und immer wieder tauchen diese tief grollenden Chöre auf, die den hitzgen Gitarrenlaüfen von Grant Truesdell und Andrew Kingsley das Geleit geben und die bedrohliche Szenerie noch verschärfen. Einmal kurz durchschnaufen? Vergiß es. Keine Zeit. "Cleanse The Bloodlines", welches ebenso wie "The Matriarch" auch visuell in einem Videoclip umgesetzt wurde, und "The Coward's Way" sind schon hinter dir her und langen wieder kräftig zu. Kein Wunder bei diesem Rhythmus Monster der Kanadier, bestehend aus Nikko Whitworth (bs) und Scott Buchanan (dr), das keine Verwandten kennt.

Ob die Slayes auch mal lieblich kann? Das gut acht minütige "False Walls" zeigt die dunkelhaarige Amazone jedenfalls mal mit gebremsten Schaum, doch nicht weniger eindringlich und beeindruckend. Episch!  

Gott sei Dank kommt nun erst Track 7, denn von dieser Scheibe kriegst du einfach nicht genug. "Ten Thousand Against One" startet mit einem scharfen Riff und kennt dann nur eine Richtung: straight ahead. Das ist Heavy Metal mit der Reinheitsgarantie. Großes Kino. "Earth And Ashes" geht  zunächst mit der Acoustic Klampfe los, bevor die Band Hengste plötzlich los preschen und der Frontstute den Boden für den nächsten Nackenbrecher bereiten. Raise your fist in the air, hier geht's ab. Earth and Ashes? - Wohl eher Sack und Asche! Verdammt geil.   

Allmählich biegen Unleash The Archers auf die Zielgerade ein. Dem Wunsch "Call Me Immortal" schließt man sich nur all zu gerne an, denn dass diese Band und ihre wilde Sängerin unsterblich sein mögen, das wäre wirklich mal eine Aufgabe für die gute Fee.

Zum Schluß gibt es noch den Titelsong, acht Minuten und zwanzig Sekunden lang. "Apex" nimmt den Hörer mit auf eine fantastische Reise, lässt ihn bewundernd aufschauen, ungläubig staunen, andere Welten entdecken. Das Ganze angeführt von pfeilschnellen Gitarren und zupackenden Drum Salven. Und darüber thront - what else? - natürlich Brittney Slayes, die die ganze Batterie auf die Spitze treibt.

Mit dreiminütigem Radiofutter geben sich die Fünf aus British Columbia nicht ab, ihre epischen Metal Brecher bewegen sich allesamt im Bereich zwischen rund vier und knapp achteinhalb Minuten. Macht summa summarum rund eine Stunde Spielzeit, die aber, was auch nicht selbstverständlich ist, zu keiner Sekunde langweilig wird. Für ich eine der drei stärksten Veröffentlichungen im bisherigen Jahresverlauf. All hail Metal!  

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