VANDEN PLAS - Chronicles of the Immortals: Netherworld II

Die Band Vanden Plas kommt aus Kaiserslautern, ja ihr lest richtig. Solche klasse Bands gibt es tatsächlich auch in Deutschen Landen. Sie besteht schon seit den 1980er Jahren und es sind immer noch alle Musiker der ersten Stunde dabei, was in dieser Branche und vor allem in der langen Zeit sehr ungewöhnlich ist.

Dies ist der 2te Teil des Konzeptalbums „ „Die Chroniken der Unsterbliche-Blutnacht“ von Wolfgang Hohlbein , des erfolgreichsten Fantasie-Autors Deutschlands, der hervorragende Bücher schreibt, nicht nur für Jugendliche. Er bringt regelmäßig Bücher heraus, die fast immer auf den Bestseller Listen landen, diese werden weltweit übersetzt. Und ich freue mich, daß seine Bücher vertont werden, da ich ihn selbst sehr gerne lese.

Wolfgang Hohlbein ist ein Fan von Vanden Plas und ist nach der Aufführung von Christ O auf den Sänger zugegangen und hat ihm auf eine mögliche Zusammenarbeit angesprochen. Vanden Plas haben schon Konzeptalben produziert und diese dann am Staatstheater am Gärtnerplatz in Kaiserslautern als Rockopern auf die Bühne gebracht. Der Sänger Andy Kuntz ist dort unter anderem schon im Musical „Jesus Christ Superstar“ aufgetreten und bekam dafür sehr gute Kritiken.

Man sollte sich nicht wundern, wenn der erste Song der CD mit Vision 11 im Display angezeigt wird. Wie gesagt, es ist der 2te Teil eines Konzeptalbums und die ersten 10 Songs gab es daher auf dem ersten Teil. Diesmal sind 9 Songs vertreten.

Und es geht nahtlos mit der Geschichte vom Vampir Andrej Delany und seinem Gefährten Abu Dun weiter.

Der Song „My Universe“ fängt im ersten Moment sehr harmlos an, um  dann richtig loszulegen. Die Drums sind sehr kraftvoll und die Breaks sind hervorragend umgesetzt. „Blood of Eden“ ist der längste und einer der besten Song auf dem Album. Er geht eine Kleinigkeit von 13.38 Minuten , gespickt mit vielen Stilrichtungen und Chorgesängen der Extraklasse. Hier singt eine Duettpartnerin mit und man hört zwischendrin auch deutsche und italienische Passagen. Im Song „Monster“ klingen einige Takte von Led Zeppelins Kashmir heraus.

Es ist ein recht dunkles Album, aber das meisterlich gespielt. Mit den Umbrüchen, Chören und vielen anderen Einzelheiten, die man am besten über Kopfhörer hört, ein Hammer. Es ist immer wieder erstaunlich, daß eine so gute Progrock Band aus Deutschland, im eigenem Land relativ unbekannt ist. Die Jungs brauchen sich in keinster Weise hinter Dream Theater, Threshold und anderen Progressive Rock/Metal Bands zu verstecken.

Diese Konzeptalbum kann man nicht im Vorbeigehen hören, dazu sollte man sich wirklich Zeit nehmen. Dann kann man auch das musikalische Können und die Einzigartigkeit dieses Albums erst richtig fühlen.

Wem es gefällt, der sollte sich den ersten Teil ebenfalls anhören, oder aber die Bücher holen und lesen.


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