VANHELGD - Relics of Sulphur Salvation


Das Album, das mir vorliegt, ist zwar schon fast ein Jahr alt, aber manchmal erreicht einen eine Promo eben sehr spät. Egal, Musik ist ja eh zeitlos...und Metal sowieso.

Vanhelgd, um die es hier geht, sind Schweden und das Album „Relics of Sulphur Salvation“ bereist das dritte der 2007 gegründeten Band.       

Gespielt wird schwarzmetallisch versetzter Schweden-Death der alten Schule. Der gutturale, heisere Gesang von Matthias Frisk, der abgrundtief böse aus den Boxen schallt, erinnert das ein oder andere Mal extrem an Martin van Drunen (u. a. Asphyx) mit etwas mehr Hall unterlegt.

Musikalisch sind Stücke wie „The Salt in My Hands“ oder „Where All Flesh Is Soil“ wahre Soundbomben. Extrem schneidende Gitarren, teils rasend, teils langsam gespielt und Drums, wie man sie für mächtigen Black Metal braucht ,beherrschen jederzeit die Szenerie.

Dabei wird auch mal das ein oder andere Mal vom Gas gegangen und doomig schwer gerifft was das Zeug hält. Das Geröchel von Matthias bewegt sich immer nahe dem Abgrund und ich wundere mich immer wieder, wann solchen „Sängern“ denn mal die Stimme wegbleibt.  

Manch kurzes schräges Intermezzo, wie der Anfang des letzten Songs „Cure Us From Life“ gehören dabei genauso zum guten Ton, wie plötzlich auftretende, mehrstimmige Gesangslinien im Sinne der Fürsten der Finsternis.  

Für Anhänger der reinen schwedischen Todesblei-Lehre ist dieses Album ganz sicher ein Leckerbissen, auch wenn man natürlich etwaigen Black-Metal Eruptionen der Marke Immortal aufgeschlossen gegenüber stehen muß.

Auf dem Album gibt es eigentlich keinen Ausfall, weder nach unten, noch nach oben. Das heißt, das Level bleibt immer auf gleichem Niveau und zum Ende hin sind die Songs auch nicht mehr so zwingend, wie zu Beginn.

Dennoch ein Fest für schwarze Deathmetaller. 


Bewertung:

Weitere Artikel:   Temple Of Phobos (Review)

Kommentare: