VEONITY - Gladiator's Tale


Schweden ist ein Hochburg des Heavy Metal. Zum einen kommen viele Power Metal Bands aus diesem skandinavischen Land, wie Sabaton, Hammerfall oder H.E.A.T, Hair Metal alá Hardrock Superstar oder auch Poodles. Die Göteborger Schule ist berühmt für den Death Metal, wie z.B. Dark Tranquilty oder In Flames. Nicht zu vergessen Arch Enemy und Amorphis. Und nun kommen Veonity aus Vänersborg (nordöstlich von Göteborg) und wollen mit ihrem Power Metal die Welt erobern. 2013 gegründet hat das Quartett eine EP und das Album “Gladiator’s Tale” veröffentlicht.

Der Sound des Albums ist angesiedelt in der Schnittmenge zwischen Sabaton, Majesty bzw. den (frühen) Manowar. Sänger Anders Sköld klingt wie eine Mischung aus Joákim Broden, Tarek Marghary und eben auch Eric Adams. Und genau diese abwechslungsreiche Gesangsleistung prägt das gesamte Album. Dazu Majesty-Chöre, doppelte Gitarrenläufe und das vorantreibende Schlagzeug runden den Sound ab.

Mit Hochgeschwindigkeits-Metal startet das Album. “Into Eternity” ist ein Nackenbrecher par excellence. Der treibende Double Bass peitscht die Gitarren zu Höchstleistungen an. Bei “Unity” werde ich an Sabaton erinnert. Stimmlich bewegt sich Anders in mittleren bis tieferen Regionen. Geniale Gitarrensoli und Twin-Gitarren wechseln sich ab. Dazu einprägsame Refrains. Dafür schwingt sich der Sänger bei “Let Me Die” in höhere Tonlagen empor, unterstützt von Chorussen. Die Gitarren feuern ihre Riffs in die Ohren des Zuhörers. Und mit “Slaves In A Holy War” wird es dann episch. Mit einem Schuss Bombast, dank der Chorpassagen.

“Chains Of Blood” walzt dann richtig trve aus den Kopfhörern.  Hier werden Gedanken an Nils Patrik Johansson (noch ein Schwede) und Astral Doors wach. Eine schöne Metal Hymne. Und “Warrior Of Steel” ist eine wunderschöne Ballade, die so auch auf dem neuen Album von Majesty einen würdigen Platz gefunden hätte. Der Song startet minimalistisch nur   Gesang und Piano und entwickelt sich dann zu einer grandiosen Power-Ballade zum Niederknien.

Und wie das Album startete so endet es auch, mit Flitzefingern auf den Gitarrenseiten, druckvollem Drumming und einprägsamen Refrains und Chorussen. “Farewell” ist ein gelungener Abschied. Ein Abschied, der auch auch Vorfreude auf weitere Album und vielleicht auch die eine oder andere Live-Show bereitet.

Zugegeben, Veonity erfinden den Power Metal nicht neu. Sie bedienen sich an den bereits genannten Vorbildern und kreieren daraus ihren ganz eigenen Sound. Und der ist absolut hörenswert. Fans der genannten Bands sollten ruhig mal in diesen Silberling reinhören. 


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