W.A.S.P. - Golgotha

W.A.S.P entstanden aus der Los Angeles Metal Szene von 1982 und ernteten reichlich Notiz aufgrund ihrer Shock Rock Attitüde. Mit einer Karriere, die schon über drei Dekaden geht, 17 Welttourneen umfasst und nun ihr 15. Album herausbringt, sind sie eine Band, die mit der Zeit gereift sind und nie ihren Signature Sound verloren haben, wie viele andere Bands.

Blackie Lawless und seine Gang, egal ob man sie mag oder nicht, haben viel zurückgeschaut auf die glorreichen 80er. Was es bisher sehr wenig gab, und damit kann ich umgehen, ist der Sinn zum Experimentieren und Soundveränderung. Ein paar kleiner Veränderungen gab es immer schon, aber die musikalische Ausrichtung blieb grundsätzlich gleich und die Entdeckung von neuen Pfaden und Wegen weitestgehend aus.

Den „Stufen“ folgend, die sie berühmt machten, speziell nach „The Crimson Idol“ 1992, sind fast alle folgenden Alben inoffizielle Sequels zum zuvor Gehörten. Und dies ist nichts, was man notwendigerweise als negativ bezeichnen müsste. Sie sind ja nicht die ersten und einzigen, die sich freiwillig wiederholen und es dadurch immer wieder verstehen, gute Song und Sounds zu kreieren.

Zurück nun zu „Golgotha“, was ja hier unser Hauptanliegen ist. Auf „Golgotha“ bleiben W.A.S.P ihren bieblischen Horror-Stories treu, welche auch schon auf dem Vorgänger „Babylon“ zu verzeichnen war.  

„Golgotha“ ist ja der Berg, auf dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. All dies erklärt die neu Arbeit.  

Indem man die alten klassischen Refrains einbringt und mit smarten Harmonien und Bridges ausschmückt, verfolgt man quasi die alten Klischees.

Aber diese Klischees erinnern und versichern uns, daß die Band nach wie vor im Stande ist, gute Musik zu schreiben und komponieren. Alles in allem läuft das Album gut durch, Vielleicht eine Spur schwächer als „Babylon“, aber ohne die guten Momente aufzusparen.

Als Anspieltips seien hauptsächlich „Shotgun“, „Scream“, „Miss You“, „Fallen Under“ und „Golgotha“ genannt.


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